Teaching Activities during Summer Semester 2012
University Courses
Seminar / Hauptseminar: Tennis, Tricktrack, Zahlenkampf - Sport und Spiel im Religiosentum des Mittelalters
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Das Spiel ist zweifelsfrei ein elementarer Bestandteil menschlichen Lebens. Seit jeher bewegt es auch Heilige und Scheinheilige. Das Seminar begibt sich hinein in eine faszinierende Welt aus Rätsel-, Ball-, Brett und Würfelspielen mittelalterlicher Mönche und Nonnen und damit hinein in ein immenses Spannungsfeld aus heilsnotwendiger Kontemplation und Weltverachtung einerseits und aus menschlichen Grundbedürfnissen erwachsendem spielerischen Entertainment andererseits. Im Fokus der Veranstaltung stehen nicht nur diverse Spielregeln, sondern auch zeitgenössische Bewertungen und Kontextualisierungen des Spiels von Religiosen und, natürlich, durch Religiose. Die vielschichtige Analyse des Potentials gerade der Ordensleute, neue Spiele zu ersinnen, alte Spiele aus- oder umzudeuten und, vor allem, sie samt ihrer sozialen oder theologischen Grundaussagen in die Welt zu transportieren, beleuchtet einen bislang kaum bekannten Aspekt der kulturtragenden Kraft des Religiosentums in der Vormoderne
Einführende Literatur:
Walter Endrei, Spiele und Unterhaltung im alten Europa, Hanau 1988; Olle Ferm / Volker Honemann (Hgg.), Chess and Allegory in the Middle Ages (Runica et Mediaevalia), Södertalje 2005; Jean-Michel Mehl, Des jeux des hommes dans la société médiévale (Nouvelle Bibliothèque du Moyen Âge 97), Paris 2010.
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Übung: Bernard Gui. Dominikaner, Inquisitor, Historiograph und Interpret seiner Zeit
Mittelalterliche Geschichte / Vormoderne Dr. Cristina Andenna / Dr. Florent Cygler |
Zeit: Donnerstag, 2. DS (09.20 bis 10:50 Uhr) Ort: ABS/105 |
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Dank des Romans und des Filmes „Der Name der Rose“ ist heutzutage Bernard(o) Gui eine allgemein bekannte Figur des Mittelalters. Hinter dem Bernardo, den U. Eco bzw. J.J. Anaud auf die Rolle des (beim letzteren sogar blutrünstigen) Inquisitors reduziert haben, versteckt sich allerdings ein historisch viel facettenreicherer Bernard (1261/1262–1331) – eine bedeutsame und sehr aktive Gestalt des Dominikanerordens sowie ein besonders produktiver Autor u.a. in den Bereichen der Hagiographie und Historiographie. Die Übung wird sich mit dem Leben und Wirken sowie den verschiedenen Werken (darunter auch einer in der SLUB erhaltenen Handschrift) des Bernard Gui beschäftigen. Dabei wird nicht nur der Blick auf seine Biographie und literarische Produktion gerichtet; auch sollen, von diesen ausgehend, wichtige religiöse und politische Aspekte des 14. Jahrhunderts im christlichen Abendland erhellt werden. Zudem werden Grundkenntnisse in den Bereichen mediävistische Propädeutik und Hilfswissenschaften vermittelt. Die Lehrveranstaltung soll auf der eingehenden Lektüre von Quellen und Forschungsbeiträgen basieren. Von den TeilnehmerInnen wird daher aktive Mitarbeit erwartet. (Grund-)Kenntnisse in Latein und Französisch wären von Vorteil.
Einführende Literatur:
A. Vernet, Art. Bernardus Guidonis, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 1, Stuttgart 2002, Sp. 1976–1978; A.-M. Lamarrigue, Bernard Gui (1261–1331). Un historien et sa méthode, Paris 2000; A. Dubreil-Arcin, Bernard Gui, hagiographe, Toulouse 1995; M.-H. Jullien de Pommerol, Art. Bernard Gui, in: Dictionnaire des lettres françaises. Le Moyen Âge, Paris 1992, S. 152–154 ; Bernard Gui et son monde (Cahiers de Fanjeaux 16), Toulouse 1981.
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Übung: Lebendiges Mittelalter
Mittelalterliche Geschichte / Vormoderne Dr. Coralie Zermatten |
Zeit: Montag, 3. DS (11.10 bis 12:40 Uhr) Ort: ABS/213 |
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In dieser Übung soll das Erbe des Mittelalters für unsere heutige Zeit thematisiert werden: Manche Institutionen, Rituale und Symbole, die wir tagtäglich wahrnehmen, sind uns vom Mittelalter überliefert worden. Unterschiedliche und mannigfaltige Themen, wie z. B. der Nationalflagge, der Kuss oder die Erinnerung an Chlodwig, werden dabei in jeweils zwei Schritten bearbeitet. Zunächst fragen wir nach den aus moderner Sicht interessanten Phänomenen und ihren historischen Evolutionslinien: Warum beispielsweise kennt die geschichtliche Tradition Karl den Großen ebenso als Deutschen wie als Franzosen? In einem zweiten Schritt sollen mittelalterliche Quellen selbst untersucht werden, um den ursprünglichen Gegenstand wiederzuentdecken und seine eigentlichen Grundaussagen wiederum mit den modernen abzugleichen.
Einführende Literatur:
H. Fuhrmann, Einladung ins Mittelalter, München 1987; M. Pastoureau, Une histoire symbolique du Moyen Age occidental, Paris 2004.
Materialien:
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Graduate Seminar
Research colloquium and examination colloquium: Transcendence and Religiosity in the Middle Ages
Prof. Dr. Gert Melville together with Prof. Dr. Uwe Israel
Time and place to be announced, current dates are available under Events.
Internal Research Colloquium of the FOVOG to the history and foundations of the religious orders
Dr. Cristina Andenna
Candidates for the Bachelor, Master or Magister Degree and Candidates for the States Examination will present their ideas for their thesis in the context of the history of the religious orders and discuss their approach of scientific work. At the same time practical advice in the drafting of such and and other certification work will be taught.
The event is by invitation. If you are interested please contact the following address: Cristina.Andenna(at)tu-dresden.de
Place and time by appointment